Welche Werte lebst du deinen Kindern vor?

Welche Werte lebst du deinen Kindern vor?  

Mit der bewussten Entscheidung, wie du deine Kinder begleiten möchtest, kannst du die Zukunft der Menschheit entscheidend beeinflussen!

Ja, das klingt groß. Sehr groß. Aber ich denke, es ist Zeit, groß zu denken und klare, bewusste Entscheidungen zu treffen.

Denn die Art und Weise, wie wir mit unseren Kindern umgehen, hat einen ganz entscheidenden Einfluss darauf, wie die Welt von morgen aussehen wird.

Und wir haben die Möglichkeit, einen großen Einfluss darauf auszuüben, größer vielleicht, als uns bewusst ist!

Denn die Art und Weise, wie wir mit unseren Kindern umgehen, macht einen gewaltigen Unterschied.

Welche Werte leben wir unseren Kindern vor? Welche Auswirkungen hat unser Handeln? 

Darum soll es in diesem Artikel gehen.

Ich wünsche mir…

Ich wünsche mir für meine Kinder eine Welt, in der die Menschen mitfühlend sind – mit sich selbst, mit ihren Mitmenschen, mit der Natur, mit den Tieren und mit unserem Planeten Erde. Eine Welt, in der wir nicht vergessen haben, dass wir alle miteinander verbunden sind. Dass wir alle in diesem Moment gemeinsam auf diesem – unserem – Planeten leben. Dass unser Handeln Auswirkungen hat. Da wir alle miteinander verbunden sind. 

Ich wünsche mir, dass wir versuchen, uns zu verstehen, anstatt uns voneinander zu distanzieren. Ich wünsche mir, dass es uns gelingt, unsere Einzigartigkeit auszudrücken und andere in ihrer Einzigartigkeit zu respektieren. Ich wünsche mir eine Welt, in der wir auf die Weisheit der Kinder lauschen lernen. In der wir uns unserer Handlungen bewusst sind. In der wir uns immer und immer wieder verbinden und einen gemeinsamen Kern suchen – unsere gemeinsame Menschlichkeit.

Wie können wir dorthin kommen? Was braucht es von uns? Was kann jeder Einzelne von uns tun? Was sein? Ich wünschte mir, wir begännen bei unseren Kindern und achteten auf unsere Handlungen bewusst. Ich wünschte mir, wir würden uns wirklich tiefe Fragen stellen und uns nicht mit Oberflächlichkeiten aufhalten.

Welche Auswirkungen hat mein Handeln? Woran möchte ich mich orientieren? Welche Werte möchte ich leben und weitergeben? Welche Auswirkungen hat ein Leben nach diesen Werten auf mich, auf meine Kinder, auf meine Mitmenschen, auf Natur, Tiere und unseren Planeten?

„Wir haben die Macht, die Zukunft der Menschheit mit jeder Begegnung zu beeinflussen, die wir mit einem Kind haben.“

MAnitonquat

Werte sind wie Leitsterne 

Werte sind wie Leitsterne. Sie geben uns Sicherheit und Halt.

Und wir können uns bewusst für die Werte entscheiden, denen wir folgen wollen. Hier liegt unsere Entscheidungsmacht. Denn wir können unsere Werte frei wählen – um sie dann ins Tun umzusetzen.

Die Fragen, die wir uns stellen dürfen, sind also: 

  • Wofür wollen wir unsere Zeit und Energie in dieser kurzen Spanne, die wir auf diesem Planeten verbringen dürfen, verwenden?
  • Welche Werte wollen wir eigentlich leben?
  • Welche Auswirkungen hat das Handeln nach unseren Werten auf uns und auf andere?
  • Bringen uns unsere Handlungen wirklich dort hin, wo wir hin wollen?

Hier ist es so wichtig, wirklich tief zu gehen, tief zu spüren und zu beobachten. Achtsam zu sein. Präsent zu sein. Bewusst zu sein. 

Können wir das immer leisten? Nein, das können wir nicht und das brauchen wir auch nicht. Aber es sind die kleinen Schritte, die uns unserem Ziel näher bringen, unseren Wünschen, Sehnsüchten und Träumen.

Kinder spiegeln uns, wo wir nicht nach unseren Werten leben.

Kinder zeigen uns, wo wir nicht nach unseren Werten leben. Durch ihr Verhalten und ihre Reaktionen machen sie uns klar, wo wir selbst nicht ehrlich sind. Ihre Unschuld und Offenheit halten uns einen Spiegel vor und zeigen uns unsere eigenen Widersprüche. Mit ihren Fragen und ihrem Tun fordern sie uns auf, echt zu sein und wirklich nach unseren Werten zu leben.

Kinder sind die aufmerksamen Beobachter, die wir wieder werden dürfen. Sie sind noch reine Wesen, noch nicht geprägt von gesellschaftlichen Konditionierungen, von dem „das muss so sein“ und dem Drang funktionieren zu müssen.

Unsere Kinder haben oft Schwierigkeiten Dinge zu verstehen, die wir als Erwachsene als normal empfinden, die aber eigentlich kein Stück normal sind. Jedes Alter hat hier seine eigenen Beobachtunsgschwerpunkte und Beobachtungstiefe.

Kinder weisen uns ganz klar darauf hin, wo wir – persönlich und gesellschaftlich – von unserer Menschlichkeit abweichen. Hier sind wir aufgefordert, zuzuhören, eigene Überzeugungen zu hinterfragen und zu achtsamen Beobachtern zu werden.

Wir haben so viel Macht als Eltern, aber auch als Erwachsene, die wir Teil dieser Gesellschaft sind. Wie begegnen wir Kindern? Was bewirkt die Art, wie wir Kindern begegnen, in ihnen? Was bewirkt sie in uns? Nährt sie unsere Kinder und uns selbst? Oder beschränkt sie uns und lässt uns innerlich verkümmern?

Wie wirkt sich unser Handeln auf unsere Mitwelt aus? Wollen wir das wirklich? 

Werte in uns spüren

Wenn wir tief in uns hineinlauschen und unsere Werte spüren, kann das so aussehen:

Mein Wert ist vielleicht, Verbundenheit zu leben. Also darf ich mich selbst beobachten und neugierig und liebevoll erforschen. Wo lebe ich schon Verbundenheit? Wo lebe ich sie noch nicht? Wo fällt es mir schwer? Wo handele ich vielleicht entgegen meinen Werten und merke es kaum? Lebe ich Verbundenheit mit mir selbst? Bin ich in mir selbst so frei, dass ich wirklich mit mir verbunden bin?

Vielleicht ist mein Wert auch Geduld. Wo lebe ich schon Geduld? Wo verliere ich sie schnell? In welchen Momenten fällt es mir schwer, geduldig zu bleiben? Wo handle ich vielleicht ungeduldig und merke es kaum? Lebe ich Geduld mit mir selbst? Bin ich in mir selbst so ruhig und ausgeglichen, dass ich geduldig mit mir und meinen Kindern bin?

Oder mein Wert ist Authentizität. Wo lebe ich schon authentisch? Wo verstecke ich meine wahre Natur? In welchen Situationen fällt es mir schwer, echt zu sein? Wo handle ich vielleicht unecht und merke es kaum? Bin ich authentisch mit mir selbst? Bin ich in mir selbst so frei, dass ich wirklich mein wahres Selbst lebe und mich nicht verstelle? Erlaube ich meinen Kindern, authentisch zu sein? Sich frei auszudrücken? Wo ist mir vielleicht ihr Ausdruck zu viel? Was hat das mit mir und meiner eigenen Geschichte zu tun?

Hier sind Fragen, die du dir immer wieder stellen darfst:

Welchen Wert lebe ich gerade, indem ich so handele?

Bringt er mich dorthin, wo ich hin möchte? 

Wenn ich mich meinem Wert entsprechend verhalte, was lernt mein Kind?

Was lernt es über sich? Was lernt es über die Welt? Was lernt es über Beziehungen? Was lernt es über seine Gestaltungsmacht?

So viele Fragen, und so wenige Antworten. Noch haben wir die Antworten nicht. Und das ist okay so. Wir dürfen in die Antworten hineinwachsen.

Voller Mitgefühl mit uns selbst. 

Ich lade dich ein, deine Zukunftsvision zu entwerfen. Wie wünschst du dir, soll das Leben aussehen?

Und jetzt bist du dran: gleiche diese Vision ab mit deinen Werten und mit deinem Handeln.

Führen deine Werte und die Art und Weise, wie du sie lebst, zu dieser Vision? Gehe hier wirklich tief und erlaube dir, auch in deine eigenen Schatten zu blicken.

Es ist Zeit. 

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