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Selbstverbindung für Eltern

Alles beginnt mit der Verbundenheit zu dir selbst:. 

Wir alle lieben unsere Kinder, wir alle geben tagtäglich unser Bestes. Wir wollen alles gut und richtig machen, lesen unzählige Ratgeber, besuchen Kurse, reflektieren uns und wollen vieles anders machen als unsere Eltern. Und doch können wir noch so viel gelesen haben, noch so viele Kurse besucht haben, uns noch so viele Techniken angeeignet haben, wir kommen immer wieder an den Punkt, an dem wir in unsere alten, vom Verstand her längst abgelegten Verhaltensmuster verfallen. Denn trotz aller Bemühungen, trotz des großen Wunsches, alles richtig zu machen, sind wir stets im Außen orientiert, und verlieren dadurch unseren inneren Kompass, unsere innere Sicherheit – und damit unser Vertrauen in uns als Eltern.

Mit diesem Blogartikel möchte ich dir den Impuls mitgeben, dich dir selbst zuzuwenden, dich wieder mit dir selbst zu verbinden und dir und deinem ganz persönlichen Weg des ElternSeins wieder zu vertrauen.

Warum ich Selbstverbundenheit so wichtig finde

Seit vielen Jahren begleite ich Eltern auf ihrem Weg, habe pädagogische sowie therapeutische Ausbildungen abgeschlossen, Unmengen von Büchern gelesen und mich regelmäßig weitergebildet. Und seit 10 Jahren darf ich außerdem eigene Erfahrungen im MutterSein sammeln.

Inzwischen habe ich für mich erkannt, dass all das Wissen mich durchaus weitergebracht hat – dass aber die Umsetzung dieses Wissens schwierig ist, wenn ich selbst nicht mit mir verbunden bin. Denn dann fehlt mir etwas Entscheidendes: die Möglichkeit, das Wissen zu verkörpern, mit meinem inneren Gefühl abzustimmen, das Wissen also wirklich zu leben und zu sein. Daher beginnt für mich alles mit der Verbundenheit zu mir selbst. Denn wir können uns noch so viel Wissen aneignen. Wenn wir nicht in Kontakt mit uns selbst sind, wird es uns schwerfallen, das erlangte Wissen in unser tägliches Leben zu integrieren und es in Form von authentischen Handlungen auszudrücken.

Fehlt die Selbstverbundenheit, fehlt das Vertrauen in uns

Wir können auch noch weitergehen und sagen: Durch die fehlende Anbindung an uns selbst haben wir nicht nur das Vertrauen in uns, in unsere Instinkte, unser inneres Wissen verloren, sonder uns fehlt ein generelles Gefühl von Sicherheit, von Vertrauen. 

Wir vertrauen uns selbst nicht mehr in unseren Fähigkeiten als Eltern. Haben beständig Angst, wir könnten etwas falsch machen. Je mehr wir wissen, desto mehr wird uns bewusst, was wir alles falsch machen können, welche Auswirkungen unser Verhalten auf die Entwicklung unserer Kinder haben kann. 

So verlieren wir uns im Bestreben, alles richtig zu machen, und verzetteln uns in einem Meer von Ratgebern und Bemühungen. Und verlieren dadurch auch unsere Fähigkeit, authentisch zu handeln. Im Einklang mit unserem inneren Wissen. Voller Vertrauen ins Leben.

Warum wir oft nicht in der Selbstverbindung sind

Unser oft viel zu voll gepackter Alltag kann dazu führen, dass wir uns eher nach außen orientieren und unsere eigenen Bedürfnisse vernachlässigen. Wir neigen dann dazu, uns von äußeren Anforderungen und Stressfaktoren überwältigen zu lassen. Dazu kommt die ständige Möglichkeit der Ablenkung durch Handy, Netflix & Co, und eine Mehrfachbelastung durch Carearbeit und Erwerbsarbeit sowie weitere externe Faktoren können dazu führen, dass wir den Kontakt zu unserem inneren Erleben verlieren und im Funktionsmodus steckenbleiben. Auch innere Einflüsse wie wenig hilfreiche Glaubenssätze, Selbstkritik und gesellschaftliche Erwartungen können dazu beitragen, dass wir uns von uns selbst entfernen.

Ein Mangel an Selbstverbundenheit kann auch auf unbewusste Abwehrmechanismen zurückzuführen sein, die dazu dienen, unangenehme Emotionen zu vermeiden. Das Verdrängen oder Unterdrücken von Gefühlen kann jedoch langfristig dazu führen, dass wir aus der Verbindung zu uns selbst gehen.

Was bedeutet es, Selbstverbundenheit zu leben?

Um den Weg zurück in die Selbstverbundenheit zu finden, ist es wichtig, sich erst einmal selbst die Frage zu beantworten, was es bedeutet, Selbstverbundenheit zu leben.

Für mich bedeutet es, sich immer tiefer kennenzulernen und authentisch mit sich selbst und anderen in Kontakt zu sein.

Ein Beispiel, um dies zu verdeutlichen, könnte sein: Du möchtest dein Kind gerne feinfühlig begleiten. Und bemühst dich sehr, diesem Anspruch im Alltag gerecht zu werden. Aber was geschieht, wenn du es einmal nicht schaffst, vielleicht weil du selber einen schlechten Tag hast? Wie gehst du dann mit dir selbst um? 

Ebenso wie wir mit unseren Kindern feinfühlig sein möchten, dürfen wir uns auch erlauben, dies mit uns selbst zu sein. Erst dadurch wird unser Bemühen echt. Authentisch. Es ermöglicht authentischen Kontakt zu anderen, da wir aus einer Verbundenheit mit uns selbst handeln. Wir tragen unser verkörpertes Wissen nach außen, welches wir vorher mit unserem inneren Wissen, unserer inneren Weisheit abgestimmt haben.

Selbstverbundenheit bedeutet für mich zudem, dass ich mich nicht nur mit mir selbst und anderen Menschen verbinde, sondern den Begriff der Verbundenheit weiter fasse. Verbundenheit umfasst für mich auch Tiere, Pflanzen und die Natur – und sie hat für mich auch ganz klar eine spirituelle Dimension. Je mehr ich mit mir selbst verbunden bin, desto deutlicher spüre ich auch diese spirituelle Anbindung. Und dieses Gefühl der Verbundenheit gibt Sicherheit. Ich spüre mich, ich bin in Verbindung mit mir, ich vertraue mir, ich fühle mich sicher. All dies geht Hand in Hand.

Selbstverbundenheit ist einfach – aber nicht leicht

Eigentlich ist Selbstverbundenheit ja ganz einfach. Alles, was du dafür brauchst ist ein offenes Herz, Neugier und Mut, um dich auf dich selbst einzulassen. Dich wirklich kennenlernen zu wollen.

Aber leicht ist es nicht. Denn du wirst auch auf Dinge stoßen, die du bisher dadurch vermieden hast, dass du mit dir nur in einem oberflächlichen Kontakt warst. Schmerz, Kindheitswunden, alte eingeschlossene Emotionen. Oder du bemerkst auf einmal, dass dein Leben, welches du dir aufgebaut hast, an der ein oder anderen Stelle vielleicht gar nicht mehr zu dir passt. Auch das erfordert Mut, hinzuschauen. Mut, neue Wege zu gehen. Mut, authentisch zu sein. Auch mit deinen Kindern.Manchmal mag das schwer anmuten, und doch wirst du immer wieder Momente des Glücks spüren, wenn du dich wieder ein Stückchen mehr entdeckt hast, dich noch weiter kennenlernen durftest.

Über dein inneres Erleben in die Selbstverbundenheit

Die Selbstverbundenheit kann durch ein bewusstes Wahrnehmen unseres inneren Erlebens gefördert werden. Dieser Prozess beginnt mit der Achtsamkeit gegenüber dem eigenen inneren Raum, in dem Gefühle, Emotionen und Körperwahrnehmungen Platz finden. Wir können lernen, unsere Gedanken und Empfindungen ohne Urteil zu beobachten, was zu einer immer tieferen Selbstverbindung führen wird.

Indem wir uns dieser – unserer einzigartigen – inneren Welt bewusst werden, können wir Stück für Stück eine authentischere Verbindung zu uns selbst aufbauen. Und dies ist die Basis für eine stabile und nährende Verbindung zu unseren Kindern.

In der Stille zwischen den Gedanken liegt die Verbindung zu dir selbst.

Deepak chopra

Umsetzungsimpulse: 5 Minuten am Tag für dich

  1. Das innere Erleben bewusst wahrnehmen:
    • Wende dich täglich für einige Minuten dir selbst zu, erlaube dir einen kurzen Moment zur Ruhe zu kommen, und lausche voller Neugierde in dich hinein. Was ist gerade in dir lebendig?
  2. Achtsamkeitspraktiken:
    • Vielleicht möchtest du Momente der Meditation, Yoga  oder Atemübungen in deinen Alltag einbinden? Das geht oft sogar schon zusammen mit den Kindern. Hier kannst du dich behutsam deinem inneren Erleben zuwenden.
  3. Gefühle ohne Bewertung beobachten:
    • Erlaube dir, deine Gedanken und Emotionen ohne Urteil zu betrachten. Alles darf sein, alles ist so, wie es gerade ist, in Ordnung. Was nimmst du in dir wahr?
  4. Tagebuch schreiben/ Journaling:
    • Schreibe über deine Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen in einem Tagebuch, um dich immer tiefer kennenzulernen. Eine schöne Methode ist z.B. das Intuitive Schreiben.
  5. Achtsame Momente im Alltag:
    • Integriere bewusste Momente in deinen Alltag, um dich dir selbst immer wieder liebevoll zuzuwenden. Du kannst dir z.B. jede Stunde einen Wecker stellen (mit einem angenehmen Klingelton), der dich daran erinnert, einmal nach innen zu lauschen. Auch hier gilt: nicht bewerten, nur wahrnehmen.

Abschließende Gedanken:

Mit diesem Blogartikel wollte ich dir gerne den Impuls mitgeben, dich dir selbst zuzuwenden, dich mit dir selbst zu verbinden und dir und deinem ganz persönlichen Weg des ElternSeins wieder zu vertrauen.

Also: Leg gerne erstmal alle Bücher aus der Hand. Denn ich wage zu behaupten: Wissen hast du bereits genug.

Und beginne, dich selbst wieder wahrzunehmen und deiner eigenen inneren Stimme zu lauschen. Wahrzunehmen und anzunehmen, was in dir lebendig ist. Beginne, Wissen zu verkörpern, weil es mit deiner inneren Wahrheit resoniert.

Öffne dein Herz für dich selbst. Gehe in die Stille. Erlaube dir, dich selbst zu spüren. Dich selbst bewusst wahrzunehmen. Dich anzunehmen mit allem, was du in dir entdecken wirst. Voller Liebe und Mitgefühl dir selbst gegenüber.

Wenn du dir dabei Unterstützung wünscht, dann buche dir gerne ein kostenfreies und unverbindliches Kennenlerngespräch. Ich freue mich auf dich!

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