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Innere Anteile annehmen: Warum es heilsam ist, auch den inneren Widerstand anzunehmen

In meiner inneren Prozessbegleitung kommen wir fast immer an einen Punkt, an dem innerer Widerstand auftaucht. Während es uns oft noch recht leicht fällt, verletzte innere Anteile anzunehmen, wird es häufig herausfordernd, mit den Anteilen in Kontakt zu gehen, die bedrohlich wirken, die uns kritisieren oder Druck machen.

​Anstatt uns ihnen zuzuwenden, wollen wir einfach nur, dass sie leiser werden, verschwinden oder sich endlich verändern.

Und doch sind genau diese Momente besondere Gelegenheiten zur Heilung:Wenn wir beginnen, uns gerade diesen Anteilen zuzuwenden – den Anteilen, die selbst noch nicht in Annahme gehen können oder wollen – kann Veränderung geschehen.

Innere Anteile annehmen: Was bedeutet das eigentlich?

Innere Anteile sind Ausdruck unserer Erfahrungen, unserer Prägungen und Schutzstrategien.Jeder Anteil in uns hat eine Funktion, auch wenn sie manchmal unangenehm oder störend wirkt.Ein verletzter Anteil zeigt, wo wir früher Schmerz erlebt haben und sich noch Heilung wünscht.Ein schützender Anteil greift ein, bevor wir uns überfordern oder uns in Gefahr fühlen.Selbst Anteile, die kritisch, ängstlich oder abweisend wirken, versuchen ​in erster Linie uns zu schützen​.

Innere Anteile anzunehmen bedeutet als Erstes, sie wahrzunehmen und da sein zu lassen.

Ihnen einen Raum zu öffnen. Mit ihnen in einen inneren Dialog zu gehen. Ihnen zuzuhören.

Genau an diesem Punkt taucht häufig ein weiterer Anteil auf: der Widerstand.

​Inneren Widerstand verstehen: Er ist nicht immer der innere Kritiker

Wenn wir von innerem Widerstand sprechen, denken viele sofort an den inneren Kritiker –an die Stimme in uns, die bewertet, antreibt oder sagt, dass wir nicht genug sind.

Doch Widerstand kann auch ganz anders aussehen.

Manchmal ist es eine Angst, die uns daran hindern möchte, näher hinzuschauen.Manchmal ein Teil in uns, der gelernt hat, dass Fühlen nicht sicher ist.Manchmal ein Anteil, der das gerade albern oder lächerlich findet.Oft ein Anteil, der uns schützen möchte.

Wenn wir das verstehen, verändert sich unser Blick.Und wir können Widerstand als etwas erkennen, das nicht gegen uns ist, sondern für uns.

​Heilung entsteht, wenn wir auch die inneren Anteile annehmen können, die im Widerstand sind

Heilung geschieht oft in dem Moment, in dem wir uns dem inneren Anteil in uns zuwenden, der gerade noch nicht annehmen kann.

Dem Teil, der eng wird. Der misstrauisch bleibt.Der vielleicht innerlich „Nein“ sagt.

Indem wir ihn wahrnehmen.Uns innerlich neben ihn setzen.Kontakt halten. Zuhören. Versuchen, zu verstehen.

Denn häufig ist es genau dieser Anteil, der am längsten niemanden hatte, der ihn wirklich gesehen hat.

Wenn dieser Anteil sich endlich gesehen fühlt, dann geschieht etwas Magisches: heilsame Energie beginnt zu fließen.

Warum das Nervensystem darauf so stark reagiert

Solange wir versuchen, inneren Widerstand loszuwerden, bleibt innerlich Druck.Und Druck erzeugt Gegenspannung.

Wenn wir jedoch beginnen, auch diesen Anteil anzunehmen,nimmt das Nervensystem etwas Entscheidendes wahr: Es muss nichts verteidigen.

Und diese Veränderung ist oft direkt körperlich wahrnehmbar. Eine tiefe Entspannung, Gefühle von Frieden, Dankbarkeit und Annahme. Gefühle der Heilung, die fließen dürfen.

​Selbstverbindung ist Beziehung zu dir selbst

Selbstverbindung entsteht, wenn wir unsere inneren Anteile nicht mehr bekämpfen.

Selbstverbindung ist eine Beziehung zu dir selbst. Und diese Beziehung braucht mehr als alles andere Präsenz.

​Diese Beziehung beinhaltet, dass du dich nicht verlässt, wenn es schwierig wird.Wenn ein Anteil laut wird, in den Widerstand geht. Wenn du merkst, dass du gerade nicht so reagieren kannst, wie du es dir wünschst.

Es geht nicht darum, alle inneren Anteile sofort annehmen zu können. Sondern darum, dich selbst anzunehmen, auch wenn du es gerade noch nicht schaffst. Auch dort in Kontakt zu bleiben, wo Annahme noch nicht möglich ist.

​Eine kleine Übung, um innere Anteile wahrzunehmen

Vielleicht magst du dir einen Moment Zeit nehmen und einen ruhigen Platz finden, an dem du ungestört bist.

Setze dich bequem hin, schließe die Augen, wenn es für dich passt, und richte deine Aufmerksamkeit nach innen.Spüre in deinen Körper hinein:

  • Wo nehme ich gerade Widerstand wahr?
  • Kann ich diesen Widerstand einfach da sein lassen, ohne ihn ändern zu wollen?

Und dann wende dich sanft dem Anteil zu, der gerade noch nicht in Annahme gehen kann.Kannst du auch ihn wahrnehmen und ihm erlauben, einfach zu existieren?

Bleibe neugierig und beobachtend, ohne etwas verbessern oder erklären zu wollen.Sei für diesen Moment eine Beobachterin, präsent, annehmend, aufmerksam.

Vielleicht bemerkst du kleine Regungen, ein Aufatmen oder einfach ein Gefühl von Erleichterung, nur durch das Wahrnehmen.Dieser Schritt – das einfache Da-Sein-Lassen – ist oft der Beginn von Heilung und innerer Selbstverbindung.

​Zurück zu dir

In meiner 1:1-Begleitung „Zurück zu dir“ machen wir uns auf die Reise in deine innere Welt. Wir gehen mit inneren Bildern, Gefühlen, Körperwahrnehmungen und eben auch inneren Anteilen in Kontakt.Es geht darum, dich wieder zu spüren.Und in Kontakt zu gehen mit den inneren Anteilen, die du vielleicht lange übergangen hast.

​​Mehr Informationen zu meinem Angebot „Zurück zu dir“ findest du hier.

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    Wenn du dir für Momente der Selbstannahme einen begleiteten sicheren und wertschätzenden Raum wünschst, dann melde dich sehr gerne bei mir.
    In meiner 1:1 Begleitung „Zurück zu dir“ öffne ich für dich einen Raum, in dem du wieder in einen bewussten, annehmenden Kontakt zu dir findest. Zurück zu dem, was in dir ist.
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