Wenn wir an Beziehung denken, denken wir oft zuerst an die Beziehungen, die wir nach außen führen: die Beziehung zu unseren Mitmenschen, zu Kindern, Partner:innen, Eltern, Kolleg:innen. Aber was ist eigentlich mit der Beziehung, die du zu dir selbst führst? Zu dem, was in dir lebendig ist, zu dem, was du spürend wahrnehmen kannst, wenn du dich dir selbst zuwendest?
Unser innerer Kosmos ist lebendig, und es ist essentiell wichtig, dass wir eine Beziehung zu dieser inneren Welt aufbauen. Mit der inneren Welt meine ich unsere Körperempfindungen, unsere Gefühle, Gedanken, innere Bilder, innere Anteile.
Welche Beziehung hast du zu dem, was in dir lebendig ist? Wie würdest du die Beziehung beschreiben zu dem, was in dir ist? Bist du in einem lebendigen Kontakt damit, oder vermeidest du den Kontakt vielleicht? Fällt dir der Kontakt generell schwer, oder macht es dir sogar Angst, genauer hinzuspüren?

In Beziehung gehen mit dem, was lebendig ist
Eine innere Beziehung ist für mich, in einem wahrnehmend spürenden Kontakt zu sein. Wahrzunehmen, was gerade in dir ist. Dich immer besser kennenzulernen, dich neugierig selbst zu erforschen.
Vielleicht ist es der erste bewusste Schluck Tee am Morgen. Vielleicht ist es ein achtsames, spürendes Ein- und Ausatmen, wenn du dich ins Auto oder aufs Fahrrad setzt, um zur Arbeit zu fahren. Vielleicht ist es der Moment, in dem du innehältst, statt zum Handy zu greifen, und mit dir selbst Kontakt aufnimmst. Einfach wahrnimmst, was gerade da ist, ohne es verändern zu wollen. Es kann auch der Moment sein, in dem du merkst, dass du gereizt reagierst, und kurz innehältst, um zu spüren, was da noch ist. Oder der Moment abends, wenn du zur Ruhe kommst und wahrnimmst, was der Tag in dir hinterlassen hat, welche Empfindung, welches Gefühl, welcher Gedanke noch nachklingt.
Von diesem lebendigen Kontakt, von dieser inneren Beziehung aus, gelingt es uns leichter, ein stimmiges Leben zu gestalten. Wir spüren eher, was wir brauchen, was uns guttut und was uns nicht guttut. Wir lernen uns kennen, lernen uns verstehen, die Dinge einzuordnen. Und wir leben dann nicht mehr nur aus den von außen vorgegebenen Normen heraus, funktionieren und passen uns an das an, was von außen an uns herangetragen wird. Wir können auch in diesen Situationen wahrnehmen, was es in uns auslöst, was es mit uns macht.
In meinen Räumen für innere Beziehungsarbeit möchte ich dich dazu ermutigen und dich dabei begleiten, eine neugierig erforschende Haltung gegenüber deiner inneren Welt einzunehmen. Eine achtsame, spürende Wahrnehmung. Ein annehmender Kontakt, der für mich auch immer radikales Selbstmitgefühl beinhaltet. Genau hier, in einer bewussten inneren Beziehungsgestaltung, die auf einer selbstmitfühlenden, achtsamen und annehmenden Haltung beruht, liegt Potential für heilsame Prozesse.
Der Anteil, der im Widerstand ist
Besonders spannend finde ich hier auch den Aspekt des inneren Widerstandes. Denn häufig kommen wir in Kontakt mit Widerstand, mit Angst. Und dabei ist es mir wichtig, nicht einfach weiterzugehen oder uns von diesem Anteil zu trennen, sondern den Fokus zu wechseln, hin zu genau diesem Anteil in dir, der Angst hat, zu dem Anteil in dir, der im Widerstand ist. Gerade hier kann so viel Heilung geschehen, wenn wir in Beziehung sind.
Eine Einladung
Ich möchte dich dazu einladen, diese Beziehung immer mehr zu gestalten. Bewusst zu gestalten, achtsam zu gestalten, und immer wieder in Mitgefühl zu dir selbst zu finden, dich selbst in den Arm zu nehmen.
In uns selbst befindet sich eine Welt, die so reich ist. Reich an innerer Erfahrung, an heilender Energie, an Verständnis, Liebe und Mitgefühl. Und all das kann sich zeigen, sobald wir in Kontakt gehen mit dem, was sich noch eng anfühlt, was gesehen und gehört werden möchte, was wahrgenommen werden möchte.
Diese Reise musst du nicht allein gehen. Begleitung kann helfen, den Kontakt zu halten, auch wenn es sich eng oder unsicher anfühlt, und einen Raum zu schaffen, in dem sich zeigen darf, was gesehen werden möchte.
In meiner 1:1 Begleitung „Dein innerer Raum“ begleite ich dich auf eben dieser Reise in deine innere Welt.
