Spirituelle Elternschaft

​ElternSein hat für mich eine ganz klar spirituelle Dimension.

Meine ganz persönliche Sicht auf dieses Leben ist, dass wir alle hier auf dieser Erde sind, um als spirituelle Wesen eine menschliche Erfahrung zu machen. Daher stellt sich mir für mein ElternSein die Frage: Wie können wir als Eltern unsere Kinder gut durch diese menschliche Erfahrung begleiten – in dem Bewusstsein, dass wir alle spirituelle Wesen sind?

Ich möchte mit diesem Artikel zu einem bewussten und einfühlsamen Umgang in Bezug auf die spirituelle Dimension unserer Kinder inspirieren.

Spirituelle Elternschaft: Was bedeutet das?

Spirituelle Elternschaft bedeutet für mich, dass wir uns (wieder) einlassen dürfen auf diese spirituelle Dimension, die wir als Erwachsene oft vergessen haben, und die dann mit unseren Kindern wieder in unser Leben zurückkehren darf, wenn wir uns dafür öffnen.

Für mich waren schon meine beiden Schwangerschaften und die beiden Geburten zutiefst spirituelle Erlebnisse, die mich wieder sehr zu mir zurück gebracht haben. In Kontakt mit meinem Körper, mit meinem inneren Wissen, meinen Instinkten als Mutter. Als spirituelles Wesen, welches ein neues Leben austrägt und gebiert. Ich habe mich selten so verbunden gefühlt mit der Natur und ihren gewaltigen Kräften. Schwangerschaft und Geburt als Wunder. Und war voller Staunen über die Kraft und das Wissen, welches in mir verborgen lag, und von dem ich ja vorher gar keine Ahnung hatte, dass es in mir existiert.

Spirituelle Elternschaft bedeutet für mich daher auch, wieder in Kontakt zu kommen mit meinem inneren Erleben. Dazu gehört für mich die Achtsamkeit gegenüber meinen Gefühlen und Emotionen, das Spüren und Lauschen in meinen Körper, um wieder Zugang zu bekommen zu meinem inneren Wissen, meiner inneren Weisheit. Und durch diese intensive Verbindung zu mir selbst auch wieder den Zugang zu der spirituellen Dimension unseres menschlichen Seins erfahren zu können.

Und natürlich geht es für mich auch darum, dass wir als Eltern einen Raum schaffen, in dem unsere Kinder ihren eigenen Zugang zur spirituellen Dimension entdecken und entfalten können. Dass wir sie begleiten können auf ihrer ganz individuellen menschlichen Reise als spirituelle Wesen.

Spirituelle Elternschaft leben

Kinder als spirituelle Wesen

Erinnerst du dich noch an den Blick deines Babys in den ersten Tagen nach der Geburt? Manche bezeichen ihn als „Blick der Weisheit“, da er eine tiefe Weisheit und Verbindung zur spirituellen Dimension erahnen lässt. Ich erinnere mich noch gut daran, wie wir diesen Blick mit Staunen und Demut betrachtet haben, da er einfach so deutlich gemacht hat, dass dort eine Seele zu uns gekommen ist, die schon so viel Erfahrung, Wissen und Weisheit mitbringt.

Auch wenn unsere Kinder dann wachsen, können wir häufig wahrnehmen, dass sie eine tiefe Verbindung zur spirituellen Welt haben und eine natürliche Weisheit und Sensibilität mitbringen. Oftmals haben sie noch einen viel leichteren, spielerischen und selbstverständlichen Zugang und Umgang mit der spirituellen Welt. Ich erinnere mich, wie beide meiner Kinder als sie noch sehr klein waren, mit Wesen gelacht und kommuniziert haben, die mein Mann und ich nicht wahrnehmen konnten.

Wenn sie dann anfangen zu sprechen, ist es oft spannend, wieviel Weisheit in ihren kindlichen Fragen und Aussagen steckt. Mein älterer Sohn hat sehr viel von einer anderen ihm bekannten Welt gesprochen, als er noch klein war. Was er von dieser Welt berichtete, war voll von Weisheit und Kenntnissen, die nicht aus diesem Leben oder dieser Welt stammen konnten.

Kinder können Energien sehr feinfühlig wahrnehmen, Dinge sehen, die uns Erwachsenen oft verborgen bleiben, mit Pflanzen und Tieren sprechen und haben oft noch einen sehr starken Zugang zu dieser spirituellen Dimension.

Wie können wir sie dabei gut begleiten? Was brauchen sie dafür von uns?

Kinder als Wesen mit einer spirituellen Vorgeschichte

Meine Sicht auf diese Welt ist, dass wir viele Leben leben. Und das vermittelt mir sehr viel Respekt im Umgang mit meinen Kindern. Denn das bedeutet, dass unsere Kinder oft schon alte Seelen sind, die unglaublich viele Erfahrungen und Wissen gesammelt haben. Kinder sind also Wesen mit einer spirituellen Vorgeschichte. Das ändert natürlich auch meinen Blick als Mutter auf mein Kind.

In diesem Leben, in dieser Welt, habe ich schon einen Erfahrungsvorsprung, und meine Aufgabe ist es ganz klar, mein Kind bestmöglich in dieses menschliche Leben zu begleiten. Was ich aber nicht vergesse dabei ist, der Weisheit meines Kindes lauschen zu lernen, die sich in Fragen ausdrücken kann, in Ansichten auf die Welt, und in seinen Kenntnissen und Wahrnehmungen, die oftmals unsere eigenen übersteigen.

Und hier demütig zu sein und dieses Geschenk anzunehmen – das ist für mich die Kunst von spiritueller Elternschaft.

Wir sind keine Menschen auf einer spirituellen Reise, sondern spirituelle Wesen auf einer menschlichen Reise.

pierre teilhard de chardin

Spirituelle Elternschaft: so können wir unsere Kinder gut begleiten

Wenn wir unsere Kinder als spirituelle Wesen verstehen, mit einer spirituellen Vorgeschichte, beeinflusst das natürlich auch die Art und Weise, wie wir die Begleitung von Kindern gestalten möchten. Um unsere Kinder gut in ihrem spirituellen Sein begleiten zu können, können dir vielleicht folgende Überlegungen eine Inspiration sein:

  • Bewusstsein für die spirituelle Dimension: Wenn wir uns als Eltern der spirituellen Dimension des Lebens bewusst sind, werden wir dieses Bewusstsein unseren Kindern vorleben, was sich oft schon in kleinen Dingen äußern kann. Sei es das feste Vertrauen in die Existenz des Göttlich-Spirituellen, unsere tägliche Yogapraxis oder auch unser achtsamer Umgang mit Natur und Tieren. Das Spirituelle wird so Teil des Alltags und durchdringt ihn. Vielleicht nicht unbedingt vordergründig, aber es gibt sozusagen den Grundton unseres Lebens an.
  • Achtsame Verbindung mit der Natur: Die Verbindung mit der Natur kann eine bedeutsame spirituelle Erfahrung sein. Die Natur lässt uns zur Ruhe kommen, sie erdet uns und verbindet uns gleichzeitig mit unserer äußeren und inneren Welt. Wenn wir mit unseren Kindern in die Natur gehen und die kleinen Dinge staunend betrachten, voller Ehrfurcht und Achtsamkeit gegenüber den Wundern der Natur, können Kinder diese tiefe Verbundenheit mit der Natur erleben. Diese Erfahrung hat eine zutiefst spirituelle Komponente, die sie mit der Welt um sie herum und gleichzeitig mit ihrer inneren Welt verbindet.
  • Achtsamkeit: Kinder bringen oft von Natur aus eine besondere Sensibilität, Intuition und Verbindung zu einer tiefen, intuitiven Realität mit. Zudem haben sie noch die Fähigkeit, ganz präsent im Moment zu sein und die gegenwärtigen Erfahrungen vollständig zu schätzen und auszukosten. Diese Fähigkeiten ermöglichen eine starke Verbindung mit sich selbst und gleichzeitig das Wahrnehmen von kleinen, feinen Signalen aus der spirituellen Dimension, die wir Erwachsenen so oft gar nicht mehr bemerken. Hier dürfen wir viel von unseren Kindern lernen und uns dazu ermutigen, zu den leisen und langsamen Qualitäten zurückzukehren, um im Zustand der Präsenz überhaupt wahrnehmen zu können, was ist.
  • Kreativität und Ausdruck: Kreativsein und das Innere durch Kreativität ausdrücken, den Zustand von Flow erleben – all das lässt die Fähigkeit zur Imagination wachsen und gedeihen. Es stärkt die Verbindung unserer Kinder zu sich selbst und zu ihren inneren Schätzen. Dies hilft ihnen, einen ganz eigenen individuellen Zugang zur spirituellen Welt zu erschaffen. Wenn wir unseren Kindern den Raum dazu geben, ganz aus sich selbst heraus kreativ sein zu können, ermöglichen wir ihrer Seele, sich authentisch auszudrücken. In diesem Flow sind die Grenzen zwischen unserer Realität und der spirituellen Dimension fließend.
  • Erdung und Körperbewusstsein: Kinder wollen sich auf der Erde verwurzeln und voll und ganz in ihrem menschlichen Körper ankommen. Wenn wir unseren Kindern ermöglichen, viel draußen zu sein, barfuß zu laufen, sich schmutzig zu machen und sich frei zu bewegen, ermöglichen wir ihnen, die Erde unmittelbar zu erleben und ein feines Gespür für ihren eigenen Körper zu entwickeln.
  • Offenheit für Fragen und Erfahrungen: Wichtig ist auch Offenheit für Fragen und Erfahrungen von Kindern. Wenn unsere Kinder zu uns kommen und von Energien berichten, die sie spüren, oder davon, dass sie mit Pflanzen sprechen können, ist es wichtig, dass wir sie ernst nehmen. Je mehr Wissen und vor allem Erfahrungen wir selber in diesem Bereich haben, desto leichter wird es uns natürlich fallen, unsere Kinder darin zu begleiten.

Spirituelle Elternschaft: Impulse aus der Akasha-Chronik

Die Akasha-Chronik wird oft als das „Buch des Lebens“ bezeichnet. Sie ist ein universelles Energiefeld auf feinstofflicher Ebene. Durch die bewusste Verbindung und Anfrage können Informationen oder Weisheiten aus der Akasha-Chronik empfangen bzw. gechannelt werden.

Ich habe in der Akasha-Chronik nachgefragt, was spirituelle Elternschaft bedeutet und wie wir als Eltern unsere Kinder in ihrer Spiritualität begleiten können. Ich lade dich dazu ein, die Botschaft zu lesen, und wenn du magst, versuche dabei nicht nur die Worte, sondern auch ihre Schwingung auf dich wirken zu lassen.

Was bedeutet spirituelle Elternschaft?

Spirituelle Elternschaft ist die Meisterschaft allen Seins. Sie bedeutet, dich selber zurückzunehmen und vertrauensvoll deinem Kind den Weg zu bereiten. Seiner Existenz einen Rahmen zu geben. Einen Rahmen aus Liebe geschaffen. Voller Verständnis, Mitgefühl und bedingungsloser Akzeptanz.

Die Kunst ist, dieser Rahmen zu sein und diesen Rahmen stabil zu halten.

Sei hier voller Mitgefühl mit dir selber.

Wie können wir als Eltern unsere Kinder in ihrer Spiritualität begleiten?

Sei wachsam, sei offen. Öffne dein Ohr und ganz besonders und zuallererst: öffne dein Herz. Empfange das Geschenk, welches dir in diesem Leben zugedacht ist es zu begleiten und ihm Rahmen zu sein.

Richte deinen Blick auf die kleinen Dinge – so wie dein Kind.

Sei achtsam und präsent im Moment – so wie dein Kind.

Sei behutsam und umsichtig in dem was du tust und sagst.

Mache dir bewusst, wie machtvoll deine Worte sind. Sie haben die Kraft zu zerstören und zu erschaffen.

Sei Beobachter. Beobachte das Leben. Beobachte dich selber. Beobachte dein Kind. Nimm alles, was du wahrnimmst, in Liebe an. 

Sei der Rahmen, der Halt gibt.

Damit hat dein Kind alles, was es braucht.

Für mich war diese Botschaft spannend, denn was interessant war, ist, dass die Akasha-Chronik gar nicht zwischen spiritueller und nicht-spiritueller Elternschaft unterschieden hat. Die Qualitäten gelten für Elternschaft generell, und da wir alle spirituelle Wesen sind, ist Elternschaft per se spirituell.

Abschließende Gedanken:

Spirituelle Elternschaft leben bedeutet für mich, mir bewusst zu machen, dass wir spirituelle Wesen sind, die eine menschliche Erfahrung machen. Und mit diesem Bewusstsein meine Kinder auf ihrem Lebensweg begleite.

Dazu gehört zum einen, meine eigene Spiritualität (wieder) zu entdecken und zu entwickeln. Mich mit mir selbst zu verbinden und meinen inneren Kräften sowie meinem inneren Wissen wieder zu vertrauen. Das Wunder des Lebens zu entdecken. Und dabei können mir meine Kinder wunderbare Wegbegleiter und Wegbereiter sein.

Zum anderen geht es darum, einen Weg zu finden, meine Kinder in dem Bewusstsein zu begleiten, dass wir alle spirituelle Wesen sind. Und den natürlichen Zugang, den unsere Kinder zu dieser geistigen Welt haben, ernstzunehmen, zu begleiten und zu unterstützen. Offenheit und Neugier gegenüber dem Erleben meiner Kinder zu bewahren.

Vielleicht ist es sogar mehr als eine andere Art des Umgangs, sondern eher eine andere Art der Perspektive, die ich einnehme in der Begleitung meiner Kinder. Das Wissen über die spirituelle Dimension im Hintergrund kann mir Orientierung geben, um der Rahmen für meine Kinder auf ihrer menschlichen Erfahrung zu sein, für die sie sich mich als Mutter ausgesucht haben.

​Möchtest du wissen, welche Impulse die Akasha-Chronik dir für dein ElternSein mitgeben kann? 

In einer persönlichen Lesung kannst du Antworten und Orientierung für dich und dein Kind erhalten.

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